Deutschlands Kältepol der Funtensee
Malerisch gelegen auf dem Hochplateau des Steinernen Meeres im Nationalpark Berchtesgaden ist der Funtensee ein Ort von grandioser Schönheit.
Bekannt ist der Funtensee vor allem als Kältepol Deutschlands wärend der Wintermonate. An Weihnachten 2001 wurde hier mit -45,9 °C die tiefste je in Deutschland gemessene Temperatur festgestellt. Selbst im Hochsommer ist man am Funtensee vor Minusgraden nie ganz sicher.
Wanderparadies Funtensee
Der Funtensee liegt auf 1601 m Höhe in einem tiefen Talkessel auf dem Hochplateau des Steinernen Meeres im Nationalpark Berchtesgaden. Er hat eine Fläche von ca 3,5 Hektar und entwässert unterirdisch über die sogenannte Teufelsmühle am östlichen Seeufer, wo man hinter einer Felswand ein deutliches gurgelndes Geräusch hören kann. Von dort fliesst das Wasser des Funtensee innerhalb eines halben
Tages in den Königssee. Das in direkter Nachbarschaft des Funtensee gelegene Kärlingerhaus ist eine vielbesuchte Alpenvereinshütte und Schnittpunkt mehrerer interessanter Wanderwege.
Erreichen kann man den Funtensee von Königssee bzw St. Bartholomä über das Schreinbachtal und die steile Saugasse. Die Gehzeit beträgt 3,5 bis 4 Stunden wobei solche Aussagen mit Vorsicht zu geniessen sind da sie stark von der eigenen Kondition abhängig sind. Die Saugasse stellt den steilsten Anstieg des Weges dar und überwindet auf 600m Länge gut 300 Höhenmeter. An und für sich ein wirklich schöner Weg mit tollen Aussichten aber leider auch stark besucht. Der Blick wenn Sie auf den letzten Metern des Weges in das Funtenseetal einbiegen ist atemberaubend.
Ein anderer Weg führt von der Saletalm über den Sagerecksteig zum Grünsee und von dort weiter zum Funtensee. Der Weg über den Sagerecksteig ist ausgesetzter und Schwindelfreiheit ist Vorraussetztung. Also nichts für Ungeübte. Der Grünsee ist genau wie sein nicht weit enfernter Nachbar, der Funtensee ein Karstsee der auch wie dieser unterirdisch in den Königssee entwässert.
Übergänge
Vom Funtensee bzw. dem in dirkter Nachbarschaft liegenden Kärlingerhaus haben sie Wandermöglichkeiten der unterschiedlichsten Längen und Schwierigkeitsgrade. Zu nennen währen die Wege über den Grünsee zur Wasseralm, zum Riemannhaus, zum Ingolstädter Haus, zur Peter-Wiechenthaler Hütte sowie zur Wimbachgrieshütte. Die Wege hinauf zum Riemann und Ingolstädter Haus führen in die landschaftlich äußerst reizvolle Gegend des Steinernen Meeres, einer Baumlosen auf über 2000m liegenden Karsthochfläche.
Gipfeltouren
Auch zahlreiche Gipfeltouren lassen sich vom Funtenseetal aus in Angriff nehmen. In nächster Nähe des Funtensee liegen der Feldkogel, leicht zu besteigen in nur einer Stunde aber einer der besten Aussichtspunkte des ganzen Berchtesgadener Landes mit Tiefblick auf den Königssee. Der zweite leicht erreichbare Gipfel ist der Viehkogel direkt über dem Rand des Funtenseetals. Weitere Gipfeltouren führen zum Funtenseetauern, zur Schönfeldspitze, zum Schottmalhorn oder auf den Großen Hundstod.

