Tiefblick auf den Königssee
Der Königssee, umrahmt von hohen Felswänden ist neben dem Watzmann eines der Wahrzeichen des Berchtesgadener Landes. Das Bild rechts zeigt einen Ausblick vom Gipfel des Feldkogel im Nationalpark Berchtesgaden über den tief darunter liegenden Königssee. Er hat eine Länge von 6,3 km, eine maximale Breite von 1,05 km sowie einen Umfang von ca 20 km. Die maximale Wassertiefe liegt bei 190m, die durchschnittliche bei 98m.
Das durchschnittliche Volumen beträgt ca 512 Millionen m³ klarsten Wassers, dass man bedenkenlos als Mineralwasser abfüllen könnte. Das liegt wohl auch daran, dass bedingt durch die Lage in einem Nationalpark die (motorisierte) Schifffahrt bis auf wenige Ausnahmen verboten ist. Durch die an allen Seiten steil aufragenden Felswände und die langstreckte Form errinnert der Königssee eher an einen norwegischen Fjord als an einen mitteleuropäischen Gebirgssee.
Tourismus am Königssee
Bedingt durch die steilen Felswände sind die meißten Punkte rund um den Königssee nur schwer zugänglich. Der Königssee kann mit den Elektrobooten der Bayerischen Seenschifffahrt befahren werden, so z. B. nach St. Bartholomä, zur Bedarfshaltestelle Kessel oder zur Saletalm, welches wichtige Ausgangspunkte für etliche Wanderrouten sind. Oder aber Sie leihen sich in Königssee ein Ruderboot aus und können dann nach Herzenslust den See erkunden. Natürlich nur soweit ihre Kondition das zulässt. Das baden im Königssee ist erlaubt aber man sollte dabei nicht vergessen, dass es sich um einen Bergsee handel, der sich auch im Sommer selten auf 20 Grad erwärmt. Und wenn er an der Oberfläche hinreichend warm ist, versuchen sie mal die Temperaturen in einem Meter Tiefe zu ergründen...brrrr
St. Bartholomä
St. Bartholomä ist eine bzw. die einzige Landzunge im Königssee. Ein Schuttkegel gebildet in tausenden von Jahren aus dem Schuttstrom des Eisbachs, bestehend aus Schwemmschutt der Watzmannostwand. Eigentlich bezeichnet St. Bartholomä nur die Ansiedlung auf der Hirschau genannten Halbinsel bzw. die bekannte Wallfahrtskapelle, die jedes Jahr von abertausenden Touristen aus aller Welt besucht wird. St. Bartholomä liegt unterhalb der Watzmannostwand und ist schon allein deshalb einen Ausflug wert. Erreichen kann man St. Bartholomä nur per Schiff von Königssee aus. Der Weg über die Berge dagegen ist anstrengend, ausgesetzt und nicht unter 4-5 Stunden zu bewältigen.
Neben dem Besuch der Wallfahrtskirche und dem lecker Fisch des Fischers vom Königssee, gibt es auf der Halbinsel natürlich auch jede Menge Natur zu erwandern. Gehen Sie doch mal zur Eiskapelle am Fuß der Watzmannostwand und schauen sie sich das wohl am tiefsten gelegene Eisfeld des ganzen Alpenraums an. Es bildet sich jedes Jahr im Frühjahr durch Lawinenabgänge aus der Watzmannostwand und taut auch im Hochsommer nie vollständig ab und ist in einer Stunde von St.Bartholomä aus leicht zu erwandern.
Die Saletalm und der Obersee
Die Saletalm ist eine bewirtschaftete Alm am südlichen Ende des Königssees unweit der Bootsanlegestelle Salet. Zu erreichen ist sie auf normalen Wegen nur mit den Elektrobooten der Königsseeschifffahrt. Durch einen Moränenwall sowie durch die Trümmer eines gewaltigen Bergsturzes aus den 12. Jahrhundert vom Königssee getrennt erstreckt sich der Obersee auf einer Fläche von 57 Hektar. Ebenso wie sein Nachbar der Königssee wird er von tausend Meter hohen Felswänden flankiert. Die Saletalm bietet sich als Ausgangspunkt einiger Wandertouren in die Bergregionen oberhalb des Königssee an. So können Sie über den Kaunersteig zur Gotzenalm aufsteigen von wo man einen fantastischen Blick in das Steinerne Meer hat. Oder Sie steigen über den Sagerecksteig zum Grünsee und von dort weiter zum Funtensee auf. Vielleicht bleiben Sie aber auch bei Saletalm und Obersee und genießen diese malerische Fleckchen Natur noch ein wenig...

